Christen nerven!
olav — Thu, 07/08/2010 - 22:45
Sie stellen die Regierung und den Bundespräsidenten, maggeln in der Ausbildung unser Kinder herum und berufen sich dabei auf einen Gott, der die Erde und das Universum in einem Handstreich vor nicht allzu langer Zeit aus dem Boden gestampft hat. Und weil sie so geile Parties machen, fuchsige Klamotten tragen und die höchsten Häuser der Stadt haben, rennen ihnen die coolen Kids inzwischen wieder die Bude ein.
Dabei wäre die endgültige Lösung der Christenfrage doch so einfach: Wir veranstalten einfach jedes Jahr eine Fussball-WM und streichen dafür Weihnachten. Rudelgucken ist doch viel besser als einmal im Jahr in die Kirche rennen. Wenn man dann die Tippspiele durch Geschenke ergänzt, hätte auch die Wirtschaft ihren Reibach.
Kommt Leute, können wir nicht endlich eingestehen, dass unsere Gesellschaft nur deshalb so schön tolerant und modern ist, weil die Menschen seit der Aufklärung angefangen haben, selber zu denken und nicht den “christlichen Werten” ihrer Bücher- und Menschen verbrennenden Vorfahren zu folgen? Können wir nicht endlich mit diesem in sich von vorne bis hinten widersprüchlichen und einfach total absurden Kreationismus aufhören und unseren Kindern endlich reinen Wein einschenken: “Nein, es gibt keinen Weihnachtsmann!” Wäre eine globale Gesellschaft nicht viel einfacher zu bauen, wenn man seine Werte ausserhalb der Religionen findet und festlegt und es damit verbindliche und verpflichtende Spielregeln für alle gäbe? Dann ist es eben nicht in Ordnung, dass irgendwo auf der Welt Andersgläubige, Frauen oder sonstige Minderheiten unterdrückt werden. Es fällt doch viel einfacher, so etwas zu verurteilen, wenn das eigene Hinterstübchen frei von ähnlichem Gedankengut ist.
Jeder kann natürlich in seiner Freizeit an Steingeister, wahrsagende Kraken oder blutende Madonnen glauben und treiben was er will, solange es niemandem andern schadet. Aber Gruppierungen und Parteien, die den Namen “Christlich” im Namen oder in ihrer Satzung tragen, gehören vom Verfassungsschutz eines Rechtsstaates beobachtet und alle Sonderrechte aberkannt, die in irgend einer Form mit staatlicher geförderter Bildung und Jugendarbeit zu tun haben.




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