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Offline Web Applications sind heiß

olav — Thu, 06/07/2007 - 11:42

“Definitiv!”:http://technorati.com/wtf/offline-web-applications/ Sie bestehen aus einem speziellen, lokalen Application Server und einer lokalen Datenbank. Der Application Server funktioniert als Cache/Proxy, der von einer Web-Applikation gesteuert werden kann.

In Abhängigkeit vom Online-Zustand des lokalen Rechners liefert der Application Server lokale Inhalte oder diejenigen vom zugehörigen, öffentlichen Server. Während des Online-Betriebes speichert der Application Server die genutzten und möglicherweise verbundene Informationen zwischen, so dass im Offline-Betrieb ein Weiterarbeiten möglich ist. Beim Übergang vom Offline- in den Online-Betrieb werden lokal angelegte oder modifizierte Daten mit dem öffentlichen Server synchronisiert.

Ich kenne die folgenden Implementierungen:

  • Dave Winers Radio Userland (der direkte Link zu Radio funktioniert nicht?!) oder dessen Open Source Variante, der OPML Editor. Dies sind meines Wissens die ältesten Vertreter dieser Gattung. Organisiert um einen Desktop-Outliner und eine lokale Scripting-Umgebung mit proprietärer Datenbank und lokalem Webserver, erlaubt dieses System das lokale Bearbeiten und spätere Synchronisieren von hierarchischen informationen.
  • Der Python Desktop Server von Georg ‘hugo’ Bauer startete ursprünglich als ein OpenSource-Nachbau von Radio Userland, entwickelt aber ein deutliches Eigenleben. Es implementiert das XMLStorageSystem API zum Synchronisieren lokaler Inhalte auf einen öffentlichen Server. Es hat einen lokalen, in Medusa realsierten Webserver und benutzt Metakit als lokale, eingebettete Datenbank.
  • Wenn ich mir die Struktur des Python Desktop Servers anschaue, würde man wahrscheinlich eine Neuentwicklung mittlerweile auf Twisted und SQlite aufsetzen. Aber das ist nur so eine Projektidee.
  • Das Dojo Offline Toolkit ist die erste Implementierung, die ein modernes Web-2.0 Frontend mit mit wirklicher Synchronisierung von Offline- und Online-Inhalten ermöglicht.
  • Google Gears ist als Browser-Erweiterung für IE und Firefox implementiert. Die Datenbank ist SQlite.

Weitere Links bei Google.

Eine mehr spezialisierte Applikation ist z.B.

  • GPSdoor

Und was soll an offline so toll sein? Dieses Paradigma trennt die Datenquellen von den wertschöpfenden Anwendungen. So etwas ist nützlich für Mashups, bei denen eine schlaue Applikation Daten aus verschiedenen Quellen zu einer völlig neuen Verwendung führt. Als beeindruckendes Beispiel wird gerne ein Mashup aus GPS-basierenden Newsfeeds mit Google Maps angeführt, bei dem sich für Helsinki der Ort von Bussen auf einer Karte mitverfolgen läßt.

Einen wirklichen Boom erwarte ich allerdings bei lokalen Anwendungen für mobile Geräte, die diese unabhängig von einer dauerhaften Internet-Verbindung machen. Damit so etwas abhebt, brauch es allerdings ein Standard-Toolkit für populäre, mobile Plattformen, welches normale Websites offline-fähig macht. Hier ist noch nichts in Sicht.

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